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Diese Broschüre wurde für die praktische Arbeit in der Altenpflege geschrieben.
Sie ist mit den Informationen u. Leitlinien der Wissenschaftlich Medizinischen Fachgesellschaften und dem Expertenstandard "Pflege von Menschen mit chronischen Wunden" des DNQP und Anderen überprüft worden.
Sie erhalten kompakte, schnelle Informationen zu allem was mit chronischen Wunden zu tun hat.
5. Auflage, auf Aktualität überprüft 2011, Bestellnummer 45
DIN A5, 80 Seiten
Ein Pflegebuch 6,90
inkl. MwSt. .
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| Ursachen des Ulcus cruris venosum | Inhaltsverzeichnis |
Leseproben zum Vergrößern bitte anklicken:
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Die Wunddokumentation kann durch eine Fotodokumentation ergänzt werden.
Die Fotodokumentation ist gut geeignet, den Zustand der Wunde sowie den Heilungsverlauf eindeutig und exakt festzuhalten. Fehlinterpretationen, wie oft bei verbalen Wundbeschreibungen werden vermieden.
Dabei muss folgendes beachtet werden:
- Aufklärung und Information des Patienten über die Erstellung der Fotos und deren Verbleib
- Einholen der Zustimmung vom Patienten oder gesetzlichem Betreuer und schriftliche Fixierung in der Akte.
- Die Zustimmung kann jederzeit wiederrufen werden.
- In Ausnahmefällen (z.B. zur Beweiserhebung bei Verlegung) werden Fotos vor Einverständniseinholung erstellt
- Als Aufnahmeverfahren hat sich die Digitalfotografie durchgesetzt, die es ermöglicht, die Fotos problemlos zu archivieren.
- Für den Zweck der Wunddokumentation reicht schon ein Modell mit 3 Millionen Pixel.
- Erstellung des Fotos immer erst nach Wundreinigung
- Grundsätzlich ist darauf zu achten, dass Fotos, die einen Wundverlauf dokumentieren, immer unter gleichen
- Bedingungen angefertigt werden, damit auch bei zeitlich auseinander liegenden Fototerminen aussagekräftige Vergleiche möglich sind.
- Immer Datum, Vor- und Nachname sowie Geburtsdatum und Erstellungsdatum auf dem Foto vermerken.
- Wundgröße kenntlich machen mit Einmalmaßband, ggf. auch Körperregion
- Körperseite bzw. Kopfrichtung auf dem Messband notieren.
- Schattenbildung vermeiden (mögliche Fehlinterpretation als Nekrose oder Taschenbildung).
- Bei den Einstellungen ist zu beachten, dass nicht nur der zentrale Wundbereich scharf abzubilden ist, sondern auch die näheren und entfernteren Körperbereiche.
- Die Wunde nimmt mindestens 1/3 des Fotos ein.
- Auf gleiche Lichtverhältnisse, gleichen Abstand und gleiche Position des Patienten achten, diese Angaben nach Ersterstellung in der Akte vermerken.
- Auf realistische Farbwiedergabe der Wunde und hohe Auflösung des Fotos achten.
- Falls nicht ausreichend Tageslicht zur Verfügung steht, kann die Ausleuchtung notfalls mithilfe eines Blitzgerätes erfolgen, wobei aber darauf zu achten ist, dass keine Reflektionen auftreten.
- Der gewählte Hintergrund sollte möglichst „ruhig“, also ohne Struktur sein.
- Der Fotoapparat sollte mit seiner Aufnahmeebene möglichst parallel zum Aufnahmeobjekt stehen. Liegen diese nicht parallel, wird die Aufnahme verzerrt und gibt nicht die exakten Größenverhältnisse wieder
Technische Voraussetzungen:
- Digitalkamera mit Blitz- und Makrofunktion
- Computer mit Archivierungssoftware, Kameraanschlussmöglichkeit (z.B. über USB)
- Farbdrucker und Fotopapier
- Mitarbeiter der Einrichtung sind in die technische Anwendung der Kamera einzuweisen
Die Kassenärztliche Bundesvereinigung empfiehlt in Ihrer Arztgruppen – EBM (Einheitlicher Bewertungsmaßstab) vom 11.04.08 bei Ulcus cruris: „Fotodokumentation zu Beginn der Behandlung, danach alle 4 Wochen“
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Seite 1 - 11: Ulcus cruris venosum
Seite 12 - 17: Ulcus cruris arteriosum
Seite 18 - 32: Diabetisches Fußsyndrom
Seite 33 - 40: Dekubitus
Seite 41 - 48: Behandlung chronischer Wunden
Seite 49 - 50: Maßnahmen in der Reinigungsphase
Seite 51: Maßnahmen Granulationsphase
Seite 52: Maßnahmen Epithelisierungsphase
Seite 53 - 60: Beschreibung der wichtigsten Wundauflagen
Seite 61 - 70: Wunddokumentation
Seite 71 - 74: Kompression / -verband
Seite 75 - 76: Verbandwechsel, stationär, ambulant
Seite 78: Ernährung, Beratung, Schulung
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Ursachen des Ulcus cruris venosum
1.
Schlechte venöse Blutzirkulation (CVI)
2. Folgezustand eines PTS (Postthrombotisches Syndrom)
2. Folgezustand eines PTS (Postthrombotisches Syndrom)
Vereinfachte Darstellung:
Bei der CVI wird weniger Blut aus den Venen zum Herz zurückgepumpt (venöse Hypertonie). Die Venen u. Kapillaren sind überlastet, die Blutströmung verlangsamt sich o. kommt sogar zum Stehen. Durch den erhöhten Druck in den Venen kommt es zu einer Stoffwechselstörung der Ober- und Unterhaut (Cutis, Subcutis).Es kommt zu Ödemen und Flüssigkeitseinlagerungen, dadurch verstärkt sich die Stoffwechselstörung noch mehr. In der Folge entstehen weitere Degenerationen, Entzündungsprozesse und Verschlüsse um die Gefäße (Venolen, Arteriolen) herum, so dass in ungünstigen Bereichen (Knöchel) zuerst ein Ulkus entsteht.
Das venöse Unterschenkelulkus befindet sich meist in der Innenknöchelgegend. Das Ulkus selbst ist feucht, der Wundgrund gelblich-schmierig belegt.
Schwarze Wundränder weisen auf ein Ulcus mixtum hin, also auf eine zusätzliche arterielle Durchblutungsstörung. Umfasst das Ulkus den gesamten Umfang der Knöchel- und Unterschenkelregion, spricht man vom Gamaschenulkus.
Typisch sind Krampfadern (Varikosis) oder besenreiserartige Venen in der Ulkusumgebung. Die Haut am Unterschenkel ist hyperpigmentiert. d. h. rotbraun verfärbt. Bei lang andauernder venöser Insuffizienz kommt es zu einer Verhärtung von Haut und Subkutangewebe, die Dermatoliposklerose genannt wird. In schweren Fällen bildet sich eine Atrophie blanche: weiße, atrophische münz- bis handtellergroße Herde. Meist sind Ekzeme vorhanden (Stauungsdermatitis). Oft sind die Knöchel als Zeichen einer venösen Stauung ödematös geschwollen.
Grad
1:
• Besenreiserartige Venen um den Knöchel und oberhalb des Fußgewölbes
• Knöchelödeme
Grad 2:
• Unterschenkelödem
• starke Pigmentierung der Haut
• Dermatoliposklerose, Haut ist nicht mehr in Falten abhebbar und glänzt stark
• Atrophie blanch (weiße, 2 cm bis handtellergroße Hautveränderungen meist im Knöchelbereich, oder im Narbenbereich abgeheilter Ulkus cruris venosum)
Grad 3:
• Florides (ausgeprägtes) oder abgeheiltes Ulkus cruris venosum
• Gamaschenulkus (umfasst den ganzen Unterschenkel)
• Besenreiserartige Venen um den Knöchel und oberhalb des Fußgewölbes
• Knöchelödeme
Grad 2:
• Unterschenkelödem
• starke Pigmentierung der Haut
• Dermatoliposklerose, Haut ist nicht mehr in Falten abhebbar und glänzt stark
• Atrophie blanch (weiße, 2 cm bis handtellergroße Hautveränderungen meist im Knöchelbereich, oder im Narbenbereich abgeheilter Ulkus cruris venosum)
Grad 3:
• Florides (ausgeprägtes) oder abgeheiltes Ulkus cruris venosum
• Gamaschenulkus (umfasst den ganzen Unterschenkel)
Ulkus cruris venosum entstehen zu 80% im Knöchelbereich (Bisgaardsche Kulisse), der Rest am Unterschenkel.
PTS - Postthrombotisches Syndrom: Zunehmende chronisch-venöse Stauung in den unteren Extremitäten als Folge einer Phlebothrombose ( nach Monaten o. Jahren).
Vom Expertenstandard des DNQP „Pflege von Menschen mit chronischen Wunden“ empfohlene Klassifikationen:
Klassifikation der chronisch-venösen
Insuffizienz nach Widmer (Widmer 1978):
Grad 1: Corona phlebectatica
paraplantaris*
Grad 2: Pigmentverschiebungen (Dermite ocre*), Ekzem (stasis dermatitis)
Grad 3: Unterschenkelgeschwür oder Ulkusnarbe
Grad 2: Pigmentverschiebungen (Dermite ocre*), Ekzem (stasis dermatitis)
Grad 3: Unterschenkelgeschwür oder Ulkusnarbe
* Corona phlebectatica paraplantaris = variköser Venenkranz an den Fußrändern (sog. Cockpit Varizen) bei Abflussstörung im Bereich der tiefen Unterschenkelvenen
* Dermite ocre = ockergelbe bis dunkelbraune, münzgroße u. größere Flecken an der unteren Hälfte der Unterschenkel.
Klassifikation der chronisch-venösen
Insuffizienz nach Widmer, mod. nach Marshall (Marshall und Wüstenberg
1994):
Grad 1: Corona
phlebectatica paraplantaris *, Phleb-Ödem
Grad 2: zusätzlich trophische Störungen mit Ausnahme des Ulcus cruris (z.B, Dermatoliposklerose, Pigmentveränderungen, weiße Atrophie)
Grad 3: Ulcus cruris venosum
Grad 3a: abgeheiltes Ulcus cruris venosum
Grad 3b: florides Ulcus cruris venosum
Grad 2: zusätzlich trophische Störungen mit Ausnahme des Ulcus cruris (z.B, Dermatoliposklerose, Pigmentveränderungen, weiße Atrophie)
Grad 3: Ulcus cruris venosum
Grad 3a: abgeheiltes Ulcus cruris venosum
Grad 3b: florides Ulcus cruris venosum
© Pflegefactory R. Lübke 2009















