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Demenz, praktische Anleitung Diese Broschüre ist für die Altenpflegepraxis geschrieben.
 
Sie enthält hauptsächlich praktische Hilfen / Ratschläge, um die Probleme, die im Umgang mit den Demenzkranken Menschen entstehen können, besser zu bewältigen.

Besonderer Wert wurde auf folgende Themenbereiche gelegt:
                                          

92 Seiten, Jackentaschenformat 10 x 15 cm, auf Aktualität überprüft 2011, Bestellnummer 44

Ein Pflegebuch 4.20 €
,  inkl. MwSt.


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Klinischer Verlauf fortgeschrittener Demenz (aktuelle Studie 2009) Inhaltsverzeichnis
Aktuell 22.09.11: Pressemeldung der Deutschen Gesellschaft für Geriatrie - Sport hilft gegen Demenz  




10 Originalseiten Probelesen:


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Aggression (Herausforderndes Verhalten) Leseprobe: "Praktische Anleitung zum Umgang mit Demenzkranken" Seite 15


Aggression (Herausforderndes Verhalten)
Aggression ist kein spezielles Merkmal der Demenz. Viele werden selten oder nie zornig, manche ab und zu und nur wenige sind sehr oft aggressiv. Hier gibt es dieselben Unterschiede wie bei uns "normalen“ Menschen.

"Verbale" und "körperliche" Aggressivität werden selten unterschieden, obwohl sie jeweils völlig andere Anforderungen an die Umwelt stellen.
Studien zeigen, dass Demenz-Kranke relativ selten körperlich aggressiv sind ("Stören" oder "Belästigen" fällt nicht unter Aggressivität).

Körperlich aggressives Verhalten, kann man in folgender Weise charakterisieren:

Verbale Aggressivität wird meist durch Anweisungen des Pflegepersonals hervorgerufen.
Man sollte das körperlich aggressive Verhalten eines Demenzkranken nicht als Ausdruck von Ärger, sondern als eine verständliche Abwehrreaktion verstehen.
Ursache ist ein Missverständnis des Kranken, der die Annäherung des Betreuers nicht als Hilfsangebot, sondern als Bedrohung erlebt.

Ratschläge bei Aggression:

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Inhaltsverzeichnis Demenz
Inhaltsverzeichnis:

Seite    3 – 14:   Kommunikation
Seite  15 – 21:   Aggression
Seite  22 – 24:   Misstrauen
Seite  25 – 28:   Weglaufen
Seite  29 – 31:   Nächtliche Unruhe
Seite  32 – 33:   Hinfallen
Seite  34 – 36:   Sicherheit
Seite           37:   Verlieren / Verstecken
Seite          38:   Isolation
Seite  39 – 40:   Passivität
Seite  41 – 44:   Waschen / Baden
Seite  45 – 47:   An- und Ausziehen
Seite  48 – 50:   Essen und Trinken
Seite  51 – 54:   Inkontinenz
Seite  55 – 63:   Umgangsregeln bei Demenz
Seite  54 – 57:   Einteilung der Demenzen
Seite  68 – 74:   Ursachen, Stadien u. Therapien
Seite  75 – 78:   Freiheitsentziehende Maßnahmen
Seite  79 – 87:   Medikamente
Seite           88:   Brief eines Dementen an seine Betreuer  
Seite  90 – 91:   Risiken von Antipsychotika im Alter



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Brief eines Dementen im Frühstadium Brief eines Dementen im Frühstadium an seine Betreuer.

Lieber Betreuer,

ich erkenne meine Probleme und bin deswegen traurig, wütend und depressiv. Kann aber nichts dagegen tun, nicht einmal richtig mit Dir darüber sprechen. Umsomehr genieße ich es, wenn Du mich wie einen „normalen“ Menschen behandelst.
Schließe mich nicht aus. Lass mich an sozialen Aktivitäten teilhaben.
Nimm mich mit. Gehen und Bewegen sind „die“ Möglichkeiten, die mir sehr lange zur Verfügung stehen.
Spreche mit mir über frühere Ereignisse und Erlebnisse. Damit ermöglichst Du mir schöne Gefühle.
Du wärst überrascht, was ich alles noch kann, wenn Du mir mehr Zeit geben würdest.
Versuche nicht mich zu „erziehen“, zu „ermahnen“, oder mir „Neues“ beizubringen.
Lobe mich, wenn mir etwas gelingt.
Nimm Dir etwas Zeit für mich, ich fühle mich oft einsam und ängstlich.
Körperlicher Kontakt tut mir gut.
Versuche zu akzeptieren, dass meine Fähigkeiten von Tag zu Tag schwanken. Heute kann ich mich noch selber anziehen, morgen ziehe ich
vielleicht den Schlüpfer über die Hose und übermorgen geht alles wieder alleine. Akzeptiere aber auch, dass meine Geschicklichkeit und Fertigkeiten im Laufe der nächsten Jahre immer mehr nachlassen.
Sprich langsam, ruhig und verständlich mit mir. Mit Deinem Ärger, Stress, Nervosität steckst du mich an.
Sprich nicht in meinem Beisein zu anderen Menschen über mich. Das macht mich misstrauisch.
Versuche mich und meine Gefühle zu verstehen.

Ich wünsche Dir viel Freude im Leben und hoffe,
dass Du nicht in meine Situation kommst.

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Klinischer Verlauf fortgeschrittener Demenz

Klinischer Verlauf fortgeschrittener Demenz (aktuelle Studie 2009)

Demenz im Spätstadium ist eine unheilbare Krankheit!


Hier die ausführlichen Daten der aktuellen Studie (1) (2):

Background
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Demenz gehört in den USA zu den häufigsten Todesursachen, wird aber nur selten als  tödliche Erkrankung betrachtet. Der Verlauf fortgeschrittener Demenz bei Pflegeheim -bewohnern ist nur wenig beschrieben.

Systematik:

Im Rahmen der Studie wurden insgesamt 323 Pflegeheimbewohner mit fortgeschrittener Demenz aus 22 Pflegeheimen sowie deren Betreuer über 18 Monate begleitet.
Außerdem wurde analysiert, wie die Betreuer die Prognose und die evtl. zu erwartenden Komplikationen bei den Demenzpatienten einschätzten.

Ergebnisse:

54,8 % der Bewohner verstarben innerhalb der 18 Monate.
    •    Die Wahrscheinlichkeit einer Pneumonie lag bei 41,1 %,
    •    einer Fieberepisode bei 52,6 % und eines
    •     Essproblems bei 85,8 %.

Nach Einordnung der Daten auf Alter, Geschlecht und Erkrankungsdauer lag die 6-Monate-Mortalitätsrate für Pflegeheimbewohner
    •    mit Pneumonie bei 46,7 %,
    •    mit Fieberepisode bei 44,5 % und
    •    mit Essproblemen bei 38,6 %.
        
Belastende Symptome, einschließlich
    •    Dyspnoe (46,0 %) und
    •    Schmerzen (39,1 %), waren häufig.

40,7 % der Bewohner mussten sich in ihren letzten drei Lebensmonaten mindestens einer schwerwiegenden Intervention unterziehen z.B.:
    •    Hospitalisierung,
    •    Notaufnahme,
    •    parenterale Therapie oder Magensonde.

Wenn sich die Betreuer der schlechten Prognose und klinischen Komplikationen bei der fortgeschrittener Demenz bewusst waren, war die Wahrscheinlichkeit belastender Eingriffe in den letzten drei Lebensmonaten geringer als bei Patienten, deren Betreuer dieses Verständnis nicht hatten (adaptierte Odds Ratio 0,12; 95% Konfidenzintervall 0,04 – 0,37).

Fazit:

    •    Pneumonie,
    •    Fieberepisoden und
    •    Essprobleme
    finden sich häufig bei Patienten mit fortgeschrittener Demenz und sind mit einer hohen 6-Monate-Mortalitätsrate verbunden.

Darüber hinaus kommt es oft zu, den Dementen, belastende Symptome und Interventionen durch Betreuer, Pfleger, Umwelt u. A.

Ist den Betreuern Prognose und klinischer Verlauf bewusst, haben aber die Patienten bis zu  ihrem Lebensende, weniger belastende Eingriffe zu erwarten !!
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The clinical course of advanced dementia (1)
Mitchell SL, Teno JM, Kiely DK, Shaffer ML, Jones RN, Prigerson HG, Volicer L, Givens JL, Hamel MB.
Hebrew SeniorLife Institute for Aging Research, Boston, MA 02131, USA. smitchell@hrca.harvard.edu
Comment in:   N Engl J Med. 2009 Oct 15;361(16):1595-6.

(2) Auf Verständlichkeit adaptiert - R. Lübke, Bremen, 12 / 2009

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