werbefreie Seiten Dies sind werbefreie Seiten

.

Depression Eine der am meisten unterschätzten und am wenigsten beachteten Erkrankungen in der Altenpflege !

Das Wissen um den
können entscheidend dazu beitragen, den Leidensweg des depressiven Menschen zu verkürzen und Vorurteile und Missverständnisse abzubauen.


Ein Pflegebuch 5,60 €,
€ incl. MwSt.

3. Auflage, DIN A5,  66 Seiten,  auf Aktualität überprüft 2011, Bestellnummer 38


.

Bei uns gibt es keinen Warenkorb aber einen einfachen Bestellvorgang ohne Anmeldung und Passwort auf der Bestellseite.


Inhaltsverzeichnis


10 Originalseiten probelesen:



.


.

Melancholie, E Munch

Depression Artikel
Depressionen zählen zu den häufigsten und in der Altenpflege am meisten unterschätzten Krankheiten!!

„Die Trauer kommt und geht ganz ohne Grund.
Und man ist angefüllt mit nichts als Leere.
Man ist nicht krank, und ist auch nicht gesund.
Es ist, als ob die Seele unwohl wäre...“
Erich Kästner

Mehr als 20 Prozent der über 65-Jährigen leiden an einer behandlungsbedürftigen Depression.
80 Prozent der depressiven Senioren werden trotz der heute sehr guten Heilungsaussichten nicht oder nicht ausreichend behandelt.

Für depressive Menschen versinkt nicht nur die Welt im Dunkel. Auch an sich selbst können sie nur wenig Positives erkennen. In der Psychiatrie spricht man von einer depressiven Veränderung des Selbsterlebens.
Selbstvertrauen und Selbstwertgefühl fehlen völlig.
Die Betroffenen fühlen sich minderwertig und unsicher. Das Gefühl, wertlos und ungeliebt zu sein, kann sich so sehr steigern, dass die kranken Menschen ihres Lebens überdrüssig werden.

„Ich bin nichts wert. Alle anderen sind besser, alle anderen können alles, nur ich kann nichts.“
Dieser Gedanke ist kennzeichnend für depressive Menschen.


Ein weiteres Kennzeichen ist die Angst:

Häufig wird die Angst wird von körperlichen Beschwerden, bis hin zu Panikattacken begleitet. Es treten dann schwere Angstanfälle mit Atemnot, Würgegefühlen, Herzrasen, Schweißausbrüchen oder Übelkeit auf, ohne dass eine tatsächliche Bedrohung vorliegt.

Ein charakteristisches, nur selten beklagtes Symptom ist der verzögerte Antrieb.
Die Depressiven sind:
Jede Aktivität (körperliche oder geistige) wird als unüberwindbarer Kraftakt empfunden. Gelegentlich wirken die Erkrankten wie versteinert und blockiert.

Es kann aber auch zu einem unnatürlich gesteigerten Antrieb kommen.
Die Menschen sind innerlich unruhig und angespannt, nervös, fühlen sich ziel- und rastlos umhergetrieben („agitierte“ Depression).
Eine zielstrebige Aktivität ist aber unmöglich.
Manche Depressive sind äußerlich gehemmt, im Innern aber in starkem Maße unruhig.


Das Denken verändert sich.
Depressive Menschen klagen über:

Das Denken ist langsam, umständlich und zähflüssig geworden und macht Angst.
Die Furcht, schwachsinnig zu werden, ist groß („depressive Pseudo-Demenz“).

Auch die Unfähigkeit, sich zu entscheiden hat zugenommen.
Die Erkrankten wägen das Für und Wider, zum Beispiel dem Gang zum Friseur, quälend lange ab, ohne zu einem Entschluss zu kommen.

Die ständigen Grübeleien können sich bei schweren Depressionen wahnhaft steigern.
Die Gedanken von der Sinnlosigkeit des Seins können von den Betroffenen derart Besitz ergreifen, dass sie in der Selbsttötung den einzigen Ausweg sehen.
Der Gedanke wird übermächtig, und es werden oft konkrete Selbsttötungs-Überlegungen angestellt. Von den ersten Suizidgedanken bis zum tatsächlichen Versuch können wenige Stunden, bis Wochen und Monate vergehen.

Oft sind die körperlichen Krankheitszeichen derart vordergründig, dass sie die wahre Ursache verbergen. Diese „Verkleidung“ macht es den Ärzten oft schwer, die Depression frühzeitig zu erkennen und gezielte Gegenmaßnahmen einzuleiten.
Für viele Menschen ist es auch immer noch ein „Makel“, „psychisch krank“ zu sein.
Ihnen ist deshalb die Diagnose „Migräne“ lieber als „Depression“.

80 Prozent der depressiv erkrankten Menschen befürchten große berufliche und gesellschaftliche Nachteile, wenn ihre Erkrankung bekannt würde.
Dies alles erklärt, warum über die Hälfte aller Depressionen unerkannt bleibt, obschon ein Arzt aufgesucht wird.

Depressionen beeinträchtigen die Lebensqualität und die soziale, körperliche und geistige Leistungsfähigkeit in einer fundamentaleren Weise als chronische körperliche Erkrankungen wie Bluthochdruck, die Zuckerkrankheit, Arthritis oder Rückenschmerzen.

An Arbeitsunfähigkeit werden nach Angaben des Bundesministeriums für Gesundheit pro Jahr etwa elf Millionen Tage durch über 300 000 depressive Erkrankungsfälle verursacht.

Mehr als 12 000 Menschen begehen hierzulande jährlich Selbstmord. 40 bis 50 Prozent von ihnen sind Depressionspatienten.

Trotz korrekter Diagnosestellung wird mehr als die Hälfte der Patienten nicht richtig behandelt.
Behandlungsdauer zu kurz, Dosierung zu niedrig, Verordnung von Substanzen ohne antidepressiven Wirksamkeitsnachweis.

Experten fordern:
Eine Depression muss ebenso sorgfältig und konsequent behandelt werden wie z.B. ein Bluthochdruck.


Aussagen bekannter und unbekannter depressiver Menschen:

„Ich bin der bedauernswerteste unter allen lebenden Menschen. Wenn unsere ganze Menschheitsfamilie fühlen würde, wie ich fühle, gäbe es nicht ein fröhliches Gesicht auf dieser Erde. Ich weiß nicht, ob es mir jemals wieder besser gehen wird. Eine schreckliche Ahnung sagt mir, dass das nicht der Fall ist. So kann es einfach nicht weitergehen. Entweder es geht mir bald besser, oder ich muss sterben.“
(Abraham Lincoln)

„Der Gedanke, psychisch krank zu sein, war so schrecklich, dass ich mich entschloss, lieber die ganze Schachtel Schlaftabletten zu schlucken, als die Schande auf mich zu nehmen, ein Fall für den Psychiater zu sein.“
(eine Patientin in Greist/Jefferson: Depression)

Warum ich verzweifelt bin, weiß ich nicht. Es ist dann so, dass ich mich in diesen Phasen nicht mehr beruhigen kann. Es gibt keinen Grund dafür. Das ist es, was ich nicht verstehe:
Ich habe keinen Grund, traurig zu sein. Ich habe keinen Grund, mich schlecht zu fühlen.
Es ist alles wie immer. Nur das Bewusstsein: Etwas schnürt mich ab, mir kann keiner helfen, ich bin ausgeliefert; ich komme da nicht mehr raus. Es ist wie ein Loch, das sich auftut, und aus dem man – je nachdem, wie tief man fällt – lange Zeit nicht mehr herauskommt.
Marie B.

„Oh, schmölze doch dies allzu feste Fleisch,
zerging’ und löst’ in einen Tau sich auf!
Oder hätte nicht der Ew’ge sein Gebot
Gerichtet gegen Selbstmord! Oh Gott! O Gott!
Wie ekel, schal und fl ach und unersprießlich
Scheint mir das ganze Treiben dieser Welt!“
(Shakespeare: Hamlet I, II)

„Ich quälte mich monatelang in diesem trüben, hoffnungslosen Zustand, bis schließlich am Ende meines düsteren Stimmungstunnels die Welt wieder bunter wurde.
Aber auch dann war mir nicht klar, dass ich krank gewesen war.“
(Joshua Logan)

„Während meiner Krankheit war ich überzeugt gewesen, dass die Zeit nicht mehrfortschritte,
so dass die quälende Angst endlos schien.
Auch jetzt geschieht etwas mit meinem Zeitbegriff (...). Ich schaue auf meine Uhr. Die Zeit hat ihren vertrauten Gang wieder aufgenommen.“
(Piet C. Kuiper, nach seiner Genesung)

.

depression Inhaltsverzeichnis

Inhaltsverzeichnis


Seite 4:            Die Krankheit Depression
Seite 5:            Welche Formen der Depression gibt es?
Seite 6 - 7:       Was ist eine Depression?
Seite 8:            Allgemeiner Eindruck
Seite 9 - 11:    Allgemeine Depressionsursachen
Seite 12 - 13:  Depressionen im Alter
Seite 14 - 16:  Symptome bei jungen u. älteren Menschen
Seite 18:          Kommunikation und Interaktion
Seite 20 - 21:  Somatisches Erscheinungsbild
Seite 22 - 24:  Psychisches Erscheinungsbild
Seite 24:          Welches sind die ersten Symptome
Seite 25:          Symptome bei alten u. jungen Menschen
Seite 26 - 27:  Komorbidität
Seite 28:          Trauer und Depression
Seite 29 - 31:  Bipolare Störung
Seite 32 - 44:  Therapie
Seite 45:          Ratschläge die nicht helfen
Seite 46 - 47:  Wie kann ich helfen?
Seite 48 - 53:  Depression und Suizid
Seite 54 - 59:  Maßnahmen zur Prophylaxe
Seite 60 - 65:  Adressen

nach oben
.

Ernährung,Flüssigkeitsversorgung im Alter

PFLEGEFACTORY - PREISWERTE PFLEGEBÜCHER FÜR DIE ALTENPFLEGE - EBOOKS FÜR DIE ALTENPFLEGE