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Hygiene und Infektion In Einrichtungen der Altenpflege leiden Menschen häufig an schweren Grunderkrankungen. Deshalb können auch leichte Durchfälle zu Verschlechterungen des Gesundheitszustands, evtl. bis zum Tod, führen.

Auch Mitarbeiter sind von diesen Infektionen nicht ausgenommen, dies führt dann oft zu Engpässen in der Pflege.

Dies kleine Buch gibt kurz u. knapp Handlungssicherheit bei Infektionserkrankungen in der Altenpflege.


Ein Pflegebuch 3,10 €


4. Auflage,  überarbeitet u. aktualisiert  2011  Jackentaschenformat (10x15 cm),    68 Seiten,  Bestellnummer 37
MRSA Maßnahmenplan Neu !!
Mit dem aktuellen Maßnahmenplan für MRSA in der ambulanten u. stationären Altenpflege
erstellt von der DGKH - Sektion Hygiene 07/2009
(auf Grundlage der Richtlinie für Krankenhaushygiene
und Infektionsprävention des RKI
)



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Fragen und Antworten zu MRSA Inhaltsverzeichnis



10 Originalseiten probelesen:

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Inhalt

Inhaltsverzeichnis Hygiene
Inhaltsverzeichnis:

1. Teil

Seite 3 – 5:         Allgemeine Hygieneregeln

Seite 6 – 9:         Wundversorgung

Seite 11 - 12:      Hautschutz für Pflegeberufe
Seite 13 - 15:      Schützen Sie sich
Seite 16 - 23       Kleidung u. Schutzausrüstung
   
2. Teil  Infektionserkrankungen

Seite 24 - 25:    ESBL

Seite 26 – 37:    MRSA  stationär / ambulant

Seite 38 – 41:    Noroviren

Seite 42 – 45:    Salmonellen

Seite 46 – 47:    Rotaviren

Seite 48 – 50:    RSV

Seite 51 – 54:    Krätze

Seite 55 – 58:    Harnwegsinfekt

Seite 59 – 62:    Katheterzystitis

Seite 63 – 66:    Hepatitis B

Seite 67 – 69:    Herpes zoster

Seite 70 – 76:    HIV / AIDS




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BfR

Ausgewa¨hlte Fragen und Antworten zu MRSA
Ausgewählte Fragen und Antworten zu Methicillin-resistenten Staphylococcus aureus (MRSA)
FAQ vom 07. Mai 2008 des Bundesinstitut für Risikobewertung



Methicillin-resistente Staphylococcus aureus - kurz MRSA genannt - sind Keime, die beim Menschen unter anderem Wundinfektionen und Entzündungen der Atemwege hervorrufenkönnen und gegen bestimmte Antibiotika resistent sind. Bisher trat der Keim vor allem in
Krankenhäusern auf, wo er von Mensch zu Mensch übertragen wird. In den vergangenen
Jahren wurden vermehrt Fälle von Infektionen registriert, die Menschen sich außerhalb von Krankenhäusern zugezogen haben. Gleichzeitig zeichnete sich ab, dass MRSA auch bei
Tieren auftreten kann, und zwar vermehrt bei Schweinen. Das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) hat Fragen und Antworten zu MRSA und den möglichen Infektionsquellen für den Menschen zusammengestellt.

Was ist MRSA?
Das Kürzel „MRSA“ steht für „Methicillin resistente Staphylococcus aureus“ und bezeichnet Staphylococcus (S.) aureus mit der spezifischen Eigenschaft Methicillin-Resistenz. Staphylococcus aureus ist ein weit verbreitetes Bakterium, das Haut und Schleimhäute von Mensch und Tier besiedelt. In der Regel wird die Besiedlung nicht bemerkt. Da S. aureus auf der Haut vorkommt, ist er auch häufig an Entzündungen von Haut und Schleimhäuten beteiligt. Bestimmte Stämme von S. aureus stehen mit so genannten nosokomialen Infektionen im Zusammenhang. Das sind Infektionen, die sich Menschen während einer stationären Be- handlung im Krankenhaus zuziehen. Diese Stämme werden auch als Hospitalismuskeime bezeichnet. Sie können Wundinfektionen, Entzündungen der Atemwege sowie Blutvergiftun- gen (Septikämien) auslösen.

Staphylococcus aureus spielt auch als Erreger von Lebensmittelvergiftungen eine Rolle. Wenn sich der Erreger im Lebensmittel stark vermehrt, kommt es zur Bildung so genannter Enterotoxine, die dann beim Verzehr zu den typischen Vergiftungserscheinungen wie Erbrechen und Übelkeit führen können.

Die Methicillin-resistente Variante von S. aureus ist gegen alle so genannten Beta-Laktam- Antibiotika unempfindlich, also gegen Penicilline und Cephalosporine. Diese Antibiotika kön- nen im Falle einer Infektion dann nicht mehr wirken. Dies ist insbesondere deshalb eine Her- ausforderung für behandelnde Mediziner, weil diese Antibiotika bisher die Standardbehandlung gegen diese Erregergruppe darstellten.

Wie häufig kommen Infektionen mit MRSA vor?
Infektionen mit MRSA treten vor allem in Krankenhäusern auf (so genannte nosokomiale Infektionen, auch „hospital acquired MRSA“). Daneben wurden in den letzten Jahren zuneh- mend Infektionen beim Menschen beobachtet, die ihren Ursprung außerhalb des Kranken- hauses hatten (so genannte „community acquired MRSA“-Infektionen). In den vergangenen drei Jahren wurde schließlich vermehrt über MRSA-Nachweise bei Schweinen, anderen Nutztieren, Pferden und Kleintieren berichtet. Darüber, wie häufig gesunde Menschen mit MRSA besiedelt sind, liegen für Deutschland nur punktuell Zahlen vor. Es ist jedoch davon auszugehen, dass etwa ein Prozent der Bevölkerung Träger von MRSA ist. In Krankenhäu- sern liegen die Zahlen höher. Das Nationale Referenzzentrum für Staphylokokken des Robert Koch-Instituts sammelt und charakterisiert die nachgewiesenen MRSA und analysiert die vorhandenen Informationen.


Ist MRSA in Deutschland im Vergleich zu anderen Ländern weit verbreitet?
Im Vergleich mit anderen europäischen Staaten liegt Deutschland bei Untersuchungen zum Vorkommen von MRSA im Krankenhausbereich auf einem mittleren Platz. In Skandinavien und den Niederlanden sind MRSA intensiv bekämpft und überwacht worden und werden in der Folge weniger beobachtet. In Großbritannien und den südeuropäischen Staaten liegt der Anteil Methicillin-resistenter S. aureus an allen S. aureus hingegen deutlich höher.


Wie kann sich der Mensch mit Methicillin-resistenten S. aureus (MRSA) infizieren?
Die häufigste Quelle von MRSA-Infektionen sind Krankenhäuser, insbesondere die Intensiv- stationen. Das Krankenhauspersonal unternimmt große Anstrengungen, um solche Infektio- nen zu verhindern oder frühzeitig zu erkennen. Ein besonderes Risiko, sich mit MRSA zu infizieren, besteht bei chronischen Erkrankungen, einem geschwächten Immunsystem und der Einnahme von Antibiotika, insbesondere wenn diese unsachgemäß erfolgt. Der unmittel- bare Kontakt mit MRSA-tragenden Personen und der indirekte Kontakt über gemeinsam ge- nutzte Gegenstände, zum Beispiel Handtücher, oder mangelnde Hygiene, sind die Hauptübertragungswege für MRSA.


Können Tiere MRSA tragen?
In den letzten Jahren wurden vermehrt MRSA bei Tieren beschrieben. Dabei gibt es Berichte über Infektionen bei Kleintieren wie Hunden und Katzen, aber auch bei Pferden, während eines Aufenthalts in Tierkliniken und Tierarztpraxen. Sie litten insbesondere unter Wundin- fektionen. Zum anderen wurde bei gesunden Nutztieren, vor allem beim Schwein, ein be- stimmter MRSA-Typ nachgewiesen, der sich innerhalb der Tierbestände auszubreiten scheint. Als Erreger von Entzündungen der Milchdrüse (Mastitis), vor allem beim Rind, ist S. aureus hingegen seit langem bekannt. Bei diesen Erkrankungen wurden bisher jedoch selten Methicillin-resistente S. aureus nachgewiesen.


Kann sich der Mensch durch den Kontakt mit Tieren infizieren?
Der Kontakt mit besiedelten Tieren kann zu einer Besiedlung des Menschen mit MRSA füh- ren. Am häufigsten wurde dies bisher beim direkten Kontakt mit Schweinen und Kälbern be- schrieben. Da aber bei fast allen Haustierarten über Besiedlungen und Infektionen berichtet wird, kann unter Umständen von jeder dieser Tierarten eine MRSA-Besiedlung des Men- schen ausgehen. Personen, die aufgrund ihres Berufes häufig Kontakt mit Schweinen ha- ben, haben auch ein höheres Besiedlungsrisiko. Erkrankungsfälle mit Haut- und Wundinfek- tionen oder Atemwegserkrankungen mit vom Tier stammenden MRSA wurden bisher nur selten beobachtet. Über den genauen Übertragungsweg vom Tier zum Menschen ist wenig bekannt. In Betrieben mit MRSA-besiedelten Tieren kann der Erreger im Staub nachgewie- sen werden. Ob das Einatmen aufgewirbelten Staubs eine Rolle bei der Besiedlung von Landwirten und Tierärzten spielt, ist aber bisher nicht bekannt. Haustiere wie Hunde und Katzen sind einem erhöhten Besiedlungsrisiko ausgesetzt, wenn sie in Tierkliniken behandelt werden müssen. Hier wirken dieselben Faktoren wie beim Menschen in Krankenhäusern: Wo viele Tiere mit unterschiedlichen Erkrankungen zusammentreffen, ist der Infektionsdruck hoch. Keime, die gegen häufig eingesetzte Antibiotika unempfindlich sind, sind gegenüber empfindlichen Keimen im Vorteil und können somit weitere Tiere besiedeln und gegebenen- falls krank machen.


Kann sich der Mensch über Lebensmittel mit MRSA infizieren?
Bisher sind nur wenige Fälle beschrieben, bei denen eine MRSA-Infektion des Menschen auf Lebensmittel zurückgeführt werden konnte. In den wenigen bekannten Fällen waren die Le- bensmittel durch infizierte Personen verunreinigt worden. Viele Lebensmittel bieten S. au- reus keine günstigen Lebensbedingungen, so dass sich der Keim darin nicht stark vermehren kann. Grundsätzlich sicher sind alle wärmebehandelten Lebensmittel wie pasteurisierte Milch, gebratenes oder gekochtes Fleisch. Allerdings dürfen die Lebensmittel nach der Wär- mebehandlung nicht erneut verunreinigt werden. Rohes Fleisch aller Tierarten kann nach Untersuchungen aus den Niederlanden geringe Mengen von Methicillin-resistenten S. au- reus enthalten. Deshalb ist es wichtig, dass beim Umgang mit rohem Fleisch die üblichen Hygienemaßnahmen strikt eingehalten werden. Diese schützen auch vor anderen Infekti- onserregern wie Salmonella, Campylobacter, und Escherichia coli.


Können Verbraucher erkennen, ob ein Lebensmittel mit MRSA verunreinigt ist?
Nein. Das lässt sich nur durch aufwändige Laboruntersuchungen feststellen.


Können Verbraucher MRSA auf der Haut bemerken?
Nein, denn eine Besiedlung führt in der Regel zu keinerlei gesundheitlichen Beeinträchtigun- gen. S. aureus gehört zur normalen Keimflora der Haut. Die Besiedlung mit MRSA kann nur durch eine Laboruntersuchung festgestellt werden. Dies erfolgt häufig mit Hilfe eines Ab- strichs der Nasenschleimhaut.


Was müssen Verbraucher tun, wenn ihre Haut mit MRSA besiedelt ist?
Die Besiedlung bedeutet nicht automatisch eine Erkrankung. Viele Menschen werden nur vorübergehend von MRSA besiedelt, ohne dass sie es bemerken. Die Besiedlung erhöht allerdings die Wahrscheinlichkeit, an einer entzündlichen Infektion durch MRSA zu erkran- ken. Welche Maßnahmen im konkreten Fall zu ergreifen sind, sollten Verbraucher am besten mit dem Hausarzt oder den lokalen Gesundheitsämtern besprechen.


Was unternehmen die Behörden gegen MRSA?
Die Behörden des Gesundheitswesens sind seit Jahren bemüht, die Verbreitung von MRSA beim Menschen einzudämmen. Trotz dieser Bemühungen stellen MRSA nach wie vor eine große Herausforderung für das Gesundheitswesen dar. Aufgrund der Berichte über MRSA bei Tieren, insbesondere Nutztieren, und von Tieren stammenden Lebensmitteln untersu- chen die Behörden der Veterinär- und Lebensmittelüberwachung derzeit national und inter- national, wie weit Methicillin-resistente S. aureus beim Tier und im Lebensmittel verbreitet sind und welche Bedeutung dies als zusätzliche Infektionsquelle für den Menschen hat. Das Bundesinstitut für Risikobewertung aktualisiert laufend auf der Basis der bekannt geworde- nen Daten seine Einschätzung des Risikos für den gesundheitlichen Verbraucherschutz und stellt diese Bewertung der Bundesregierung und den Veterinärbehörden zur Verfügung. Un- ter der Federführung des Bundesministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Verbrau- cherschutz (BMELV) wurde eine Arbeitsgruppe aus Vertretern der Wissenschaft, sowie der Gesundheits-, Veterinär- und Lebensmittelüberwachungsbehörden gebildet. Sie forscht der- zeit nach Strategien, MRSA in der Tierpopulation zurückzudrängen und die Gefährdung des Menschen weitestgehend zu minimieren.
Was kann jeder Verbraucher selbst tun, um sich gegen Methicillin-resistente S. aureus zu schützen? Für den Schutz gegen eine Besiedlung durch MRSA gelten die üblichen Hygieneempfehlun- gen für den Umgang mit Lebensmitteln und Tieren. Nach dem Kontakt mit Tieren sowie vor und nach der Zubereitung von rohem Fleisch sollten die Hände gründlich mit Wasser und Seife gewaschen werden. Zudem sollte man vermeiden, Tiere und rohes Fleisch mit dem Mund zu berühren.


Herausgegeben vom Bundesinstitut für Risikobewertung




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